Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), mit dem Rücktritt Honeckers am 18.10.1989 begann der unaufhaltsame Verfall der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die Mitglieder liefen ihr in Scharen davon, die verbleibenden forderten radikale Reformen und Demokratisierung der Partei. Mit einem Sonderparteitag am 8.12./9.12.1989 und 16.12./17.12.1989 versuchte die SED, den Trend zu bremsen, gab sich den Zusatznamen Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), schaffte Politbüro und Zentralkomitee ab und schloß belastete ehemalige Funktionäre aus. Anfang Feb. 1990 wurde der Name SED ganz gestrichen und verkündet, die PDS sei eine neue Partei, die nichts mehr mit der SED zu tun habe und einen Platz im demokratischen Spektrum links von der SPD anstrebe. Mit einem Programm vom 25.2.1990, das Solidarität, Recht auf Arbeit, ökologischen Umbau der Wirtschaft forderte und die Grundrechte betonte, erreichte die PDS bei der ersten freien Volkskammerwahl am 18.3.1990 über 16 % der Stimmen, zog in alle Landtage ein und überwand im Wahlgebiet Ost bei der ersten gesamtdeutschen Wahl im Dez. 1990 die Fünfprozentklausel, so daß sie 17 Abgeordnete in den Bundestag entsenden konnte.
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