Liga für Völkerfreundschaft der DDR, schon vor Gründung der DDR entstand die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF), danach bildeten sich in 1950er Jahren weitere Freundschaftsgesellschaften, die Kontakte zu anderen Ländern und Regionen pflegten. Die Einzelorganisationen wurden am 15.12.1961 unter dem Dach der Liga für Völkerfreundschaft der DDR vereint und in den Dienst der Kulturpropaganda und des Kampfes um internationale Anerkennung gestellt. Die schließlich 48 Gesellschaften zusammenfassende, staatlich finanzierte Liga, fest in der Hand von SED-Funktionären, sorgte für Gründungen von Partnergesellschaften in den betreffenden Ländern, rief dort 'Anerkennungskomitees' ins Leben und betrieb in vielen ausländischen Städten Kultur- und Informationszentren (KIZ), die Sprachlehrgänge, Seminare, Ausstellungen u.a. anboten und unterhalb der politischen Ebene für die DDR warben, so daß die Gaststaaten nicht in Konflikte mit der Hallstein-Doktrin der Bundesrepublik gerieten. Nach dem Grundlagenvertrag verlagerte sich der Schwerpunkt auf Selbstdarstellung und sozialistische Schulung in Entwicklungsländern. Nach der Wiedervereinigung zerfiel die Liga und löste sich schließlich am 1.4.1992 auf.
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