Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG), mit Beschluß der II. Parteikonferenz der SED Anfang Juli 1952, in der DDR mit dem Aufbau des Sozialismus zu beginnen, erging an die Bauern die Forderung, sich zu Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) zusammenzuschließem, und am Jahresende gab es schon fast 2,000 LPG mit 37,000 Mitgliedern. Hierbei handelte es sich zunächst nur um den Typ I, in den die Genossen, meist Neubauern nach der Bodenreform in der SBZ mit zu kleinen Betrieben, nur die landwirtschaftliche Nutzfläche einbrachten, Gerät und Vieh aber in Privatbesitz behielten. Ein Typ II mit weitergehender Vergesellschaftung auch der Maschinen, des Grünlands und des Waldes fand wenig Anklang, und der Typ III, bei dem nur noch die häusliche Haus- und Gartenwirtschaft privat blieb, mußte erst mit erheblichem Druck durchgesetzt werden. Das geschah v.a. nach 1958, als mit einer Mischung von Agitation und Drohung die letzten, meist größeren Privatbetriebe in die Kollektivierung einbezogen wurden; am 31.5.1960 waren über 80 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen in LPG-Hand; 380,000 Genossenschaftsbauern standen nun nur noch 19,000 privat wirtschaftende gegenüber.
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