Kulturbund der DDR (KB), den hohen Propagandawert von Kultureinrichtungen nutzen alle totalitären Systeme. In der SBZ und der späteren DDR wurde daher großer Wert darauf gelegt, den Einfluß des Staates auf die Kultur zu sichern. Schon im Juli 1945 regte die SMAD die Gründung eines 'Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands' (KB) an, der in der DDR den Status einer Massenorganisation und damit 22 Sitze in der Volkskammer bekam. Diese Umwandlung von einem allgemein humanistisch orientierten Verein zu einer Staatseinrichtung und die Unterstellung unter den Führungsanspruch der SED ließ sich nur durch Zwang durchsetzen und führte bis zur Umbenennung in 'Deutscher Kulturbund' und personeller 'Säuberung' 1958 zu Konflikten. Seine westdeutschen Ableger verloren nach dem Verbot der KPD (1956) rasch an Boden und verschwanden Ende der 1950er Jahre ganz.
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