innerdeutsche Beziehungen, der Wandel im Verhältnis der beiden deutschen Staaten zueinander und die Bereitschaft der Regierung Brandt, diesen Wandel anzuerkennen, wurden 1969 deutlich, als das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen umgewidmet wurde zum Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen. Das markierte den Endpunkt einer Entwicklung, die mit dem Zerschneiden gewachsener Zusammehänge durch die Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen|begonnen, sich mit der Bildung zweier deutscher Staaten im Kalten Krieg fortgesetzt und zu wachsender Entfremdung der beiden Teile Deutschlands geführt hatte. Während die DDR sich immer hermetischer abriegelte, versuchte sie u.a. durch ständige Gesprächsangebote, auf die Bonn nie einging, den Eindruck zu erwecken, der Westen zementiere die Teilung. In der Praxis aber unternahm Ostberlin alles, um Reste von Gemeinsamkeiten zu zerstören, behinderte den Grenzverkehr, griff zu Schikanen auf den Zufahrtsstraßen nach West-Berlin, verfremdete mit dem Hammer-und-Zirkel-Emblem die deutschen Farben, erschwerte Besuche von Bundesbürgern und unterband Gegenbesuche in der Bundesrepublik bald ganz, errichtete 1961 die Berliner Mauer und strich schließlich den Begriff 'Deutsche Nation' aus der Verfassung.
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