Göttinger Manifest, nach Gründung der Bundeswehr strebten Adenauer und sein Verteidigungsminister Strauß auch nach atomarer Ausrüstung der bundesdeutschen Streitkräfte. Dagegen wandten sich am 12.4.1957 in einem Göttinger Manifest 18 führende deutsche Atomwissenschaftler, darunter der Endecker der Kernspaltung Otto Hahn, Nobelpreisträger Werner Heisenberg, der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker. Sie forderten von der Bundesregierung den freiwilligen Verzicht auf Atomwaffen, denn damit sei dem Weltfrieden eher gedient als mit einem Drohpotential. Die 'Göttinger Achtzehn' kündigten an, daß 'sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz' solcher Waffen nicht beteiligen würden. Sie lösten damit eine Protestwelle auch der Gewerkschaften, der SPD, von Schristellern und Theologen (u.a. Martin Niemöller, Karl Barth, Albert Schweitzer) gegen die Pläne der Regierung aus. Die Bewegung 'Kampf dem Atomtod' blieb erfolglos, denn der Bundestag stimmte der atomaren Ausrüstung der Bundeswehr im Rahmen der NATO zu. Die Verfügungsgewalt über diese Waffen blieb jedoch bei den USA.
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