Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), am 10.6.1945 erlaubte die SMAD in der SBZ die Bildung von Gewerkschaften. Auf einem Gründungskongreß im Feb. 1946 konstituierte sich daraufhin der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB). Nach den schlechten Erfahrungen, die man vor 1933 mit den politisch und weltanschaulich gebundenen Richtungsgewerkschaften gemacht hatte, entschied man sich wie im Westen, für die Einheitsgewerkschaft. Der Bundesvorstand des FDGB bemühte sich zunächst, Einfluß auf die Gewerkschaftsentwicklung in allen vier Besatzungszonen|zu nehmen, kam jedoch auf den insgesamt 9 gewerkschaftlichen Interzonenkonferenzen zwischen 1946 und 1948 diesem Ziel nicht näher. Es setzten sich vielmehr in der FDGB-Führung die Kommunisten durch und damit Tendenzen zum Aufbau einer sozialistischen Gesellschafts- und Gewerkschaftsordnung. Ausgerichtet am Organisationsprinzip des demokratischen Zentralismus, entwikelte sich der FDGB zu einem Instrument staatlicher Planerfüllung und Herrschaftssicherung. Bereits im Nov. 1946 wurde das Streikrecht beschnitten, zwei Jahre später wurden die von den Gesamtbelegschaften gewählten Betriebsräte durch Betriebsgewerkschaftsleitungen ersetzt, die nur noch von FDGB-Mitgliedern gewählt werden durften. Im Sept. 1950 erkannte der 3. FDGB-Kongreß die 'führende Rolle' der SED an. Steigerung der Arbeitsproduktivität wurde zur Hauptaufgabe.
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