Frauenbewegung 2, in der Bundesrepublik ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen Verfassungsgrundsatz (Art. 3 GG). Dennoch bestehen real in vielen Bereichen der Gesellschaft weiterhin Benachteiligungen für Frauen (z.B. bei der Entlohnung, bei Besetzung von Führungspositionen). An diesem Widerspruch setzte eine neue Frauenbewegung an, die im Zusammenhang mit den Protestbewegungen seit Ende der 1960er Jahre an Profil gewann. Die USA gingen voran mit dem 'Women's Liberation Movement', ihm folgte 1968 in verschiedenen deutschen Universitätsstädten die Gründung von 'Weiberräten', die die Diskriminierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts unter dem Kampfbegriff 'Sexismus' anprangerten. Der Kampf gegen den Abtreibungsparagraphen 218 StGB verschaffte ihren Anliegen eine breite Basis. Für einen Teil der Frauenbewegung ist die politische Gleichberechtigung weiterhin Schwerpunkt ihrer Arbeit. Hier wurden mit der Ernennung von Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten bei den Kommunen und anderen öffentlichen Arbeitgebern, z.T. auch in den Betrieben, mit Quotenregelungen in den politischen Parteien u.a. versucht, Benachteiligungen von Frauen im öffentlichen Leben aufzudecken und abzubauen.
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