Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD), bei Kriegsende bildeten sich in der SBZ 'antifaschistische Frauenausschüsse', aus denen am 8.3.1947 auf dem 'Deutschen Frauenkongreß für den Frieden' der Demokratische Frauenbund Deutschlands entstand. Er war überparteilich gedacht, geriet aber bald ins Schlepptau der SED und ihr Blocksystem; der DFD war mit 32 Abgeordneten in der Volkskamer vertreten. Ein 1951 gegründeter bundesdeutscher Ableger wurde 1957 verboten. Programmatisch unterschied sich der DFD von der Staatspartei nur in der stärkeren Betonung seines Kampfes für die Verwirklichung des Verfassungsgebots der Gleichberechtigung der Geschlechter. In der Praxis widmeten sich seine Bezirks-, Kreis- und Ortsorganisationen v.a. der Ehe-, Erziehungs- und Familienberatung und bemühten sich um Entlastung berufstätiger Mütter. Außerdem bot der zuletzt 1.5 Mio. Mitglieder umfassende DFD ein breites Kultur- und Bildungsprogramm an und schuf seit 1967 eigene 'Frauenakademien'. Manches, was der DFD durchgesetzt hatte, ging nach der Wiedervereinigung verloren (z.B. Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs in den ersten 12 Wochen, umfassende Versorgung mit Kindertagesstätten).
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