Blocksystem, 1933 ließ sich die Hitler-Diktatur nicht aufhalten, weil 'die Linke', v.a. KPD und SPD, nicht zusammenfanden. Die Lehre daraus waren später Volksfrontregierungen wie in Frankreich und Spanien. Nach 1945 wurde dieses Form des Bündnisses aller 'antifaschistisch-demokratischen' Kräfte zum Blocksystem weiterentwickelt: Die Kommunisten suchten das Bündnis mit bürgerlichen Kräften und banden sie in einen Einheitsblock ein, in dem sie sich zuvor die Führung gesichert hatten. In der DDR bildete sich so eine Nationale Front aus den Parteien SED, CDU, LDPD (Liberaldemokraten), NDPD (Nationaldemokraten) und DBD (Bauernpartei) sowie den Massenorganisationen FDGB, FDJ, KB (Kulturbund), DFD (Frauenbund) und VgB (Bauernhilfe). Sie konnten sich nur gemeinsam in einer Einheitsliste für die Parlamente bewerben, wobei die Mandatszahl der einzelnen Parteien vorher festgelegt war: Von den 500 Sitzen in der Volkskammer standen der SED 127, den anderen Parteien je 52, dem FDGB 61, der FDJ 37, dem DFD 32, dem KB 21 und der VgB 14 zu. Die Blockparteien handelten im Parlament einheitlich und bildeten die Regierung, eine Opposition gab es nicht. Das Blocksystem ist damit faktisch ein Einparteiensystem.
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