Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), die Flüchtlinge und Vertriebenen strömten nach 1945 fast alle in die Westzonen und stellten nach 1949 die Bundesrepublik vor schwierige Integrationsprobleme. 1950 bildete sich in Schleswig-Holstein mit dem Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) eine Interessenvertretung der benachteiligten Deutschen aus dem Osten und erhielt auf Anhieb 23.4 % der Stimmen bei den Landtagswahlen. Das führte zu bundesweiter Ausdehnung des BHE, dessen Mitgliederstand auf 200,000 anschwoll und der auch in anderen Ländern zweistellige Wahlergebnisse erzielte. Der stark konservativ geprägte Bund gab sich auf dem 1. Bundesparteitag 1952 den Namen Gesamtdeutscher Block/BHE, errang 1953 bei den Wahlen zum 2. Bundestag 5.9 % der Stimmen (27 Mandate) und suchte das Bündnis mit der CDU. Mangels Programm (Leitsatz 1952: 'Der GB/BHE ist weder Links- noch Rechtspartei, sondern die Partei des Rechts...') zerfiel die reine Interessenvertretung mit Konsolidierung der westdeutschen Wirtschaft. 1957 auf 4.6 % gesunken, half ihm 1961 auch nicht mehr die Verschmelzung mit der Deutschen Partei (DP) zur Gesamtdeutschen Partei, die nur noch 2.8 % der Stimmen bei der Bundestagswahl errang; 1965 trat die Partei nicht mehr an.
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