Außenpolitik 3, in der Bundesrepublik dauerte es bis März 1951, ehe das AA die Arbeit aufnahm; es wurde es bis 1955 von BundeskanzlerAdenauer in Personalunion geführt. Die bundesdeutsche Außenpolitik war das gerade Gegenstück zur Ostintegration der DDR, allerdings war der Bonner Westkurs von breiter Zustimmung in der Bevölkerung getragen. Auch gewann die Bundesrepublik durch den Deutschland-Vertrag 1952 und die Pariser Verträge 1955 ihre Souveränität (mit Eischränkungen) rasch zurück und konnte ihren außenpolitischen Kurs weitgehend selbst bestimmen. Er führte lange (trotz Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR 1955) nur nach Westen: Mitgliedschaft im Europarat, in der NATO und Montanunion, Mitgründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Aussöhnung mit Frankreich. Wie die DDR geriet die Bundesrepublik Ende der 1950er Jahre jedoch allmählich in Gegensatz zur Politik der Entspannung, den die westliche Führungsmacht USA einschlug. Erst mit Ende der Ära Adenauer1963, dem Zwischenspiel des 'Atlantikers' Erhard, der Großen Koalition (1966/1969) und schließlich der Ostpolitik Brandts gewann die deutsche Außenpolitik wieder Anschluß an die Entwicklung und setzte sich zeitweilig sogar an ihre Spitze. Außenpolitik war dabei immer auch innerdeutsche Politik, die mittels 'Wandel durch Annäherung' die Überwindung der deutschen Teilung anstrebte und im Zusammenwirken mit anderen weltpolitischen Faktoren auch erreichte. Dazu trug die konsequente Beibehaltung dieser außenpolitischen Orientierung durch die seit 1982 regierende konservativliberale Koalition wesentlich bei.
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