Außenpolitik 2, in der DDR hatte das schon 5 Tage nach Gründung des Staates (12.10.1949) geschaffene Außenministerium aufgrund der sowjetischen Vorherrschaft nie nennenswerten Spielraum, zumal da gemäß der 1968 verkündeten Breschnew-Doktrin von der eingeschränkten Souveränität der sozialistischen Länder auch in späterer Zeit aus Moskau die Richtlinien kamen. Die DDR wandelte sich daher nur von einer Besatzungszone in einen sowjetischen Satellitenstaat, dem wegen seiner Lage und in der Frontstellung zur kapitalistischen Bundesrepublik im Kalten Krieg besondere Bedeutung zukam. Die DDR wurde in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW, COMECON) und in den Warschauer Pakt eingegliedert. Dank wachsender Wirtschaftskraft gewann sie im Ostblock an Gewicht und folgte der Entstalinisierung durch den sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow (*Kalinowka, Kursk 17.4.1894, +Moskau 11.9.1971, im Amt 1953/1964) Ende der 1950er Jahre nur zögernd, wie sie sich auch nach 1985 gegen die Politik der Öffnung unter KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow (*Priwolnoje Kreis Stawropol 2.3.1931) sperrte und schließlich 1989 von der Entwicklung überrollt wurde. Damit endete die kurze Phase internationaler Aufwertung, die die DDR nach dem Grundlagenvertrag mit der Bundesrepublik und Aufnahme in die Vereinten Nationen (beides 1973) erreicht hatte.
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